Bestätigte Erfolgsregel
„Tag des Bades“: Engagieren heißt gewinnen / Insgesamt positives VDS-Fazit / Mehr Teilnehmer als 2008 / Aber Qualität wichtiger als Quantität / Vielfältiges „Deutschland-Programm“ wirkte / „Vorbildliche Praxisbeispiele“/ Nur „Tür öffnen“ zu wenig / Nächster „Branchentag“ 2010?
Bonn – (vds) „Wer mit Können, Begeisterung und Einsatz überzeugte, ging als Sieger vom Platz.“Mit diesem „sportlichen“ Vergleich zieht die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) ein erstes Fazit des bundesweiten „Tag des Bades“ am 19. September 2009. Die bisher vorliegenden Daten, Meinungen und Eindrücke unterstreichen danach erneut die uneingeschränkte Gültigkeit des Leitmottos „Engagieren heißt gewinnen“. Insgesamt verdiene der einzige gemeinsame nationale Bad-Auftritt der Branche nicht zuletzt dank des umfangreichen zentralen Maßnahmenpaketes eine „positive Bewertung“. Die Dachorganisation von Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk rechnet deshalb damit, dass die Verbraucherveranstaltung 2010 wieder und dann zum sechsten Mal stattfindet.
Auf der Habenseite steht laut VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann die mit rund 800 registrierten Ausstellungen weiter erhöhte Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr (730). Die 2009 „eindrucksvoll bestätigte Erfahrung“ zeige jedoch, dass die quantitative Betrachtung nicht den wichtigsten Erfolgsmaßstab darstelle. Vielmehr komme es jetzt und in Zukunft verstärkt auf qualitative Aspekte an. Denn: Die aktive Mitwirkung „vor Ort“ bilde die Basis dafür, dass „am Ende auch Zufriedenheit und Besucherzahlen stimmen“.
Zwei Jobs erledigt
Zu den Effekten des vielfältigen „Deutschland-Programmes“ der VDS zur Ankündigung und Flankierung des „Tag des Bades“ ließen sich bereits konkrete vorläufige Angaben machen. So sahen, erläutert Wischmann, gut 11 Millionen Bundesbürger die von den Mitgliedern des IndustrieForum Sanitär (IFS) finanzierten TV-Spots in ARD und ZDF. Primär dadurch seien bei www.gutesbad.de vom 14. bis 20. September etwa 170.000 Zugriffe ermittelt worden. Die Seiten „Adresssuche“ und „Badplaner“ stießen dabei auf eine starke User-Resonanz, melden die Initiatoren.
Die systematische projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit habe alle relevanten Medienkanäle genutzt. Daraus resultierten, betont Wischmann, spezielle Veröffentlichungen mit einer (verbreiteten) Gesamtauflage von voraussichtlich etwa 20 Mio. Exemplaren, viele Artikel in Online-Diensten von Zeitungen und Zeitschriften sowie diverse redaktionelle Radio- und TV-Beiträge. Die professionelle Vermarktung des Aktionstages habe das Publikum im Übrigen nicht nur gezielt zu den Großhandels- und Handwerkerausstellungen gelenkt, sondern auch dafür gesorgt, dass das Thema „Bad“ durch den aktuellen Anlass wieder generell in den Fokus der Bevölkerung rückte. Komplette Extraseiten u. a. in bedeutenden Tageszeitungen seien dafür ein klarer Beleg.
Erfolge direkt messbar
Das zur Unterstützung der Betriebe entwickelte Aktionsmittelpaket schuf nach Aussage des VDS-Geschäftsführers in Verbindung mit dem nationalen Gewinnspiel den Rahmen für die firmenindividuellen Verbraucheroffensiven. Ein kleiner Querschnitt „vorbildlicher Praxisbeispiele“ beweise, dass und wie das Publikum für moderne Profi-Bäder zu mobilisieren sei. Als „Zugpferde“ für fundierte Beratungen und „Bäder live“-Präsentationen in den Ausstellungen fungierten realisierte Ideen wie Badewannenrennen, ergänzende Gewinnspiele, Essen und Trinken für den „guten Zweck“, Kinderaktionen, Auftritte von Tanzgruppen, Massagen, Kooperationen mit Kosmetikstudios, Banken und Krankenkassen sowie sogar eigene TV-Beiträge. Die Beteiligung von Innungen und weiteren Partnern machte Veranstaltungen bei Großhändlern „richtig rund“, hebt Wischmann hervor.
In diesen Fällen seien die Ergebnisse dann auch direkt messbar gewesen. Besucherzahlen von 300 bis 1.500, neue Endverbraucherkontakte, zahlreiche konkrete Beratungen mit Vereinbarung von Folgeterminen und sogar unmittelbare Geschäftsabschlüsse – all das dokumentiere die Effizienz professionell geplanter und realisierter Auftritte. Dort aber, wo die Ansprache der potenziellen Kunden im Vorfeld defensiv erfolge oder sich gar nur auf das „Tür öffnen“ zu den gängigen Geschäftszeiten beschränke, dürfe man sich über fehlende Frequenz „weder wundern noch beklagen“.
Vorsprung durch Investitionen
Sehr zufrieden äußern sich dagegen einige von der VDS um ein kurzes Statement gebetene „Aktivisten“. Andreas Tenhaken, Ausstellungsleiter bei Reinshagen & Schröder in Solingen, bringt das Erfolgsrezept auf eine einfache Formel: „Wer mehr Leute in der Ausstellung haben will, muss ebenmehr machen. Das Event, das wir auf die Beine gestellt haben, war jedoch nur in Kombination mit zwei starken Partnern umsetzbar. Sowohl die SHK-Innung Solingen als auch die Stadtwerke Solingen haben sich aktiv und mit nicht unerheblichen finanziellen Mitteln beteiligt.“ Dirk Schlag, Verkaufsleiter Sanitär bei Eugen König in Koblenz, blickt bereits nach vorn: „In Verbindung mit dem ‚Tag der Energie’ in unserem Hause ist der ‚Tag des Bades’ eine Supersache und wird auch in Zukunft fester Bestandteil unseres Jahresprogrammes sein.“ Ludwig Kleiner, der Chef des mit vier Ausstellungen mitwirkenden bayerischen Großhandelsunternehmens, nennt konkrete Zahlen: „Wir haben in den ‚Tag des Bades’ insgesamt etwa 25.000 Euro investiert. Das hat sich nicht zuletzt deshalb gelohnt, weil die wichtigsten Wettbewerber in unserer Region wenig bis gar nichts getan haben.“
Zu einer per saldo positiven Bewertung kommt auch Peter Küpper. Der Inhaber eines Bonner SHK-Betriebes mit eigener Ausstellung „vernetzte“ den „Tag des Bades“ mit weiteren Aktivitäten aus Anlass eines Firmenjubiläums. Sein Resümee: „Wir sind mit der Veranstaltung schon deshalb zufrieden, weil sie zu einer Reihe ernsthafter Beratungsgespräche im Badsektor führte. Die Chancen auf Anschlussaufträge schätze ich daher als durchaus realistisch ein.“
Bei der Markenindustrie registriert Wischmann ebenfalls eine steigende Bereitschaft, den gemeinsamen „Branchentag“ u. a. mit eigenen Veranstaltungen aktiv zu begleiten. Dafür habe es 2009 diverse praktische Beispiele gegeben. Für Villeroy & Boch beschreibt mit Jürgen Beining der Vertriebsleiter Deutschland das Engagement: „Unser Motto lautete ‚Wellness zum Anfassen’. Zum ‚Tag des Bades’ konnten wir über 500 Gäste in unserer Ausstellung in Mettlach begrüßen. Da es zu vielen qualifizierten Kontakten mit potenziellen Renovierern kam, war das Event ein voller Erfolg. Auch aus unseren Infozentren in München und Berlin erhielten wir positive Rückmeldungen.“
Weitere Informationen unter www.sanitaerwirtschaft.de
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